Was man beim Lageplan beachten muss!

14 Mai 2020
 Kategorien: Begutachtungen, Blog

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Unternehmen als auch einige Haushalte setzen jeweils auf ein eigenes Grundstück und Gebäude. Bei der Planung müssen sie bestimmte gesetzliche Vorgaben beachten. Dazu gehört auch der Lageplan. Er wird als amtliches Dokument gemäß der Bauordnung zwingend vorgeschrieben. Ohne ihn kann der Bauantrag nicht genehmigt werden. Zuerst fordert der bearbeitende Bauingenieur einen aktuellen Auszug der betreffenden Liegenschaft an, der aus der Katasterkarte der Gemeinde entnommen wird. Hierzu gehört auch ein Verzeichnis der Flurstücke des für den Bau vorgesehenen Landstücks, das gleichzeitig in den Unterlagen beschrieben wird. Der Der Plan darf nur von bestimmten Personen oder Behörden erstellt werden. Dazu gehört ein vereidigter Fachmann für Vermessung, die gleichgestellte Behörde oder ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur.

Der Lageplan besteht dabei grundsätzlich aus einem schriftlichen und einem zeichnerischen Teil. Im schriftlichen Abschnitt wird das Grundstück beschrieben. An dieser Stelle nennt das Dokument sowohl den Bauherrn als auch Nachbargrundstücke. Besonders wichtig sind die Baulasten. Diese Baulasten stehen für die Rechte und Pflichten des Bauherrn, die er mit dem Erwerb des Grundstücks übernimmt. Möchte er diese später ändern oder aufgeben, dann muss er mit den betreffenden Parteien verhandeln. Ein Recht, das sich aus der Baulast ergibt, ist beispielsweise die Wasserzufuhr, die über das Nachbargrundstück läuft. Der neue Eigentümer hat das gleiche Recht wie sein Vorgänger. Eine Änderung bedarf der Schriftform und Eintragung ins Liegenschaftskataster und das Grundbuch. Aber auch die Pflichten sind zu beachten. So kann einer der letzten Eigentümer seinem Nachbarn bestimmte Rechte eingeräumt haben. Zu diesen zählt beispielsweise spezielles Wegerecht. Eine für beide Seiten akzeptable Vereinbarung ist jedoch jederzeit möglich. Es kann sich auch um eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Eigentümers gegenüber der Baubehörde handeln. Sie regelt ein Tun, Unterlassen oder Dulden. Grundsätzlich ist die Baulast auch eine baugesetzliche Verpflichtung. Sollte das geplante Bauvorhaben dagegen verstoßen, darf es nicht genehmigt werden.

Wichtig sind die technischen Angaben. Sie enthalten die Größe und Lage des Grundstücks. Dazu kommen die geplante Grundfläche, die Geschossfläche und die Baumasse.

Dann folgt der zeichnerische Teil. Er enthält den Lageplan im Maßstab von 1:500 oder 1:1000. Sein Kern besteht aus einer Draufsicht auf das zukünftige Gebäude mit allen Zimmern, dem Garten und der nahen Umgebung. Enthalten sind ferner die Dachform, die Abstandsflächen sowie die Dachneigung. Diese Angaben müssen mit den Vorgaben der Gemeinde übereinstimmen, da sonst keine Genehmigung erfolgt.

Der Lageplan ist auf jeden Fall erforderlich, wenn die Grenzen des zu bebauenden Grundstücks unzureichend gekennzeichnet sind. Es gibt sie zwar, doch sind sie für die digitale Bearbeitung nur bedingt zu gebrauchen. Das hängt mit den Abweichungen zusammen, die während der ursprünglichen Vermessung und Setzung der Grenzsteine aufgetreten sind. Ein ähnliches Problem ergibt sich, wenn die Parzellierung der in Frage kommenden Grundstücke noch nicht abgeschlossen werden konnte. Diesen Service bietet zum Beispiel Vermessungsbüro Seitz.